Was heißt hier der bessere Kurs?

Beschreibung: Bienenhaltungskurs 2019/20 am Clemi

Für Anfänger und Fortgeschrittene:

Als Imkermeister und Diplom-Agraringenieur möchte ich mit diesem Kursangebot all jenen an einem Bienenstand mit ca 16 Bienenvölkern in unterschiedlichen Bienenwohnungen ein ganz praktisch ausgelegtes Lernangebot bieten, die gerne den aktuell bedrohten Bienen helfen wollen.

Wir betrachten hierbei stehts das Ganze im Naturgefüge.

Also erlernen wir im Clemipark ganz praktisch die Nahrungsgrundlagen der Bienen zu erkennen, diese Grundlagen zu fördern und welche praktischen Arbeiten an den Völkern helfen, die Bienen gesund zu erhalten.

Wir beschäftigen uns hierbei übrigens sowohl mit Solitärbienen und auch mit den sozial lebenden Honigbienen. Gerne schauen wir dabei auch mal über den Tellerrand auf die vielen anderen blütenbesuchenden Tiere, die bei vielen Buch-Ratgebern und anderen Kursangeboten für Hobbybienenhalter gerne völlig unberücksichtigt bleiben.

Wir betrachten die aktuelle Bedrohungslagen durch Spritzungen in der Landwirtschaft sowie Biotopverluste, genauso wie Krankheiten und Parasiten der Bienen.

An den Völkern im Clemipark führen wir zu jedem Kurstermin – ungefähr jeden zweiten Monat – ergänzend zu den zuvor im Unterrichtsraum theoretisch vermittelten Grundlagen, die jeweiligen jahreszeittypischen Arbeiten an den Bienenvölkern aus. Hierbei erlernen die Kursteilnehmer durch selber tun die richtigen Handgriffe an den verschiedenen  Bienenkästen.

Die Kurstermine für die Anfängerkurse beginnen immer  nach der für Bienen physiologisch entscheidenden Sommersonnenwende – also im Juni.

An diesem ersten Termin haben wir zunächst mal für den Einführungskurs die doppelte Stundenzahl.
Beginn ist um 11 Uhr und Mittagspause etwa um 12.30 Uhr.
Danach weitere 1,5 Stunden für Theorie und Praxis zur Einführung.
Das Ende dieses ersten Kurstages zu den „Basics“ der Bienen und der Bienenhaltung ist demnach gegen 15 Uhr.

Dieser erste Einführungs-Kurs kann auch nur für sich alleine als ein Schnupperkurs besucht werden, nämlich für alle Interessenten, die nur mal ein wenig in die Bienenkunde hineinschnuppern wollen.

Für alle Teilnehmer, die sich dann nach dem hineinschnuppern noch weiter (also nach der ersten Einführung) mit Bienen – evtl. dann sogar in eigener Haltung – beschäftigen wollen, geht es in der Folge dann etwa alle zwei Monate sukzessive weiter mit praktischen Terminen an den diversen Bienenvölkern im Clemipark.

Die Folgetermine haben im Gegensatz zum Einführungstermin also dann einen klaren Fokus darauf, die Haltung von Bienen von der Pike auf, ganz praktisch an den Völkern im Clemipark zu erlernen, um z.B. Haltungsfehler zu erkennen und zu vermeiden:

Zur Kursanmeldung

Denn es gibt leider schon viel zu viele Leute die glauben, sich einfach nur mal einen Bienenkasten auf den Balkon oder in den heimischen Garten zu stellen, das reiche doch.

Tatsächlich muss man im Jahreslauf auch nur ganz wenige, kurze Arbeiten an den Völkern im Jahresverlauf verrichten.

Viel, viel weniger Zeit also, als man gemeinhin in der Bevölkerung so glaubt je Bienenvolk für die Bienenpflege aufwenden zu müssen, wenn man mal die Bienen so mit den anderen Tierhaltungen vergleicht.

Aber die eigentlich wenigen, fälligen Arbeiten erfordern ein hohes Detailwissen zu Bienen und relativ sehr viel Vorbereitung, um dann zur richtigen Zeit! genau das Richtige! in der Imkerei zu tun.

Ich vergleiche das ganz gerne mit Operationen am Menschen.

Zufriedenstellend verläuft so etwas nicht, indem man möglichst oft aufschneidet und dann evtl. noch möglichst lange einen Menschen offen daliegen lässt und ihm die Eingeweide dabei auf links zieht und sich alles immer wieder und wieder genauestens anschaut.

Nein, erst ein akribisch angeeignetes Fachwissen gepaart mit handwerklichem Können kombiniert mit einer sorgfältigen Diagnose und dann ein zügig ausgeführter OP-Eingriff sorgen erst für eine gute Entwicklung.

Dabei sollte an den Bienen, genauso wie bei der menschlichen Chirurgie, alles wirklich gut vorbereitet und der Eingriff dann immer sorgfältig und planvoll eingeleitet werden. Erst so gibt es gute und befriedigende Ergebnisse.

Aktuell gibt es leider zu viele Hobbyimker, die wöchentlich ihre Völker öffnen, sagen wir ruhig aufschneiden, dann lange sich jede Wabe einzeln gründlich anschauen, nur um in den meisten Fällen besonders ratlos als Hobbyimker die Kästen wieder zu schließen und die keine Ahnung haben, was sie den Bienen damit eigentlich antun.

Schon im Einführungskurs also im ersten Juni-Termin lernen wir diese typischen Fehler des durchschnittlichen Hobbyimkers in der Theorie und auch am praktischen Tun am Bienenvolk im Clemipark kennen.

Bei diesem ersten Kurstermin im Juni bilden wir dann ganz jahreszeitgemäß einige Jungvölker, die wir dann nachfolgend das Jahr über im Clemipark weiter als Kursvölker in verschiedenen Bienenwohnungen vergleichend beobachten und ganz pragmatisch betreuen.

Den Teilnehmern dieses Kurses rate ich ebenfalls zu dieser Zeit parallel mit einem oder sogar mehreren Jungvölkern selbst zu beginnen.

Das Bienenmaterial dazu können sie im Kurs gleich vor Ort erwerben.

Dabei bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, ob überhaupt und auch welche Art  Einstieg er selbst für sich wählt. Es ist ausdrücklich genauso möglich, nur den ersten Auftaktkurs im Juni zu besuchen, und dann wohlweislich für sich – auf dann immerhin guter Wissensgrundlage – nach dem ersten Kurs zu entscheiden, dass es nur beim hier erworbenen Theoriewissen bleiben soll.

Hier in diesem Kurs sollen weder Völker in einer Werbeverkaufsschau an den Mann bzw. an die Frau gebracht werden, noch möchte ich jeden Kursteilnehmer dazu missionieren, auch ein Imker zu werden.

Aber wer dann eine Bienenaffinität in sich spürt, der soll hier am ersten Kurstag das Rüstzeug bekommen, eine gute Entscheidung für sich zu fällen, ob und wie er selbst denn nun Bienen halten will und kann.

Weitere folgende Kurstermine sind dann im Juli, September, Dezember und im darauffolgenden März/ April und dann wieder zur Sommersonnenwende im  Juni des Folgejahres. Diese Folgetermine helfen den Kursteilnehmern, die jeweiligen Arbeiten ganz praktisch an den Völkern des Clemiparks im Jahreslauf kennenzulernen.

Dabei schließen wir im Juni des Folgejahres dann genau dort wieder ab, wo wir ein Jahr zuvor mit der Jungvolkbildung begonnen haben, um die Bienenvölker und die jeweils anstehenden Arbeiten so ganz pragmatisch im Jahreslauf kennenzulernen.

Diese Folgetermine umfassen jeweils nur eine Doppelstunde. Im Dezember werden wir zur dann stattfindenden Varroa-Behandlung sogar nur eine Stunde benötigen.

Dabei punktet dieser Kurs wie kein anderes Angebot zur Bienenhaltung  durch praktische sechsmalige Unterweisung an den Völkern in verschiedenen Bienenwohnungen durch einen langjährig im unterichten und unterweisen sehr erfahrenen Imkermeister.

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In einem Blumen- und Zierpflanzengartenbaubetrieb aufgewachsen gab es schon in früher Kindheit an den Blumen dort viele Begegnungen mit Hummeln, Schmetterlingen und Bienen. So entstand bei mir der Wunsch, selbst Hummeln, Ameisen und schließlich auch Bienen zu halten. 1980 habe ich dann die ersten Bienen in einem selbstgebauten Bienenkasten in der Gärtnerei meiner Eltern aufgestellt. Mit 14 konnte ich mir im Jahr 1981 vom Konfirmationsgeld endlich vernünftige Bienenkästen kaufen. Ich begann in Holzhinterbehandlungskästen im Bienenhaus und stellte dann auf Segeberger Kunststoffbeuten in freier Aufstellung um. Durch mein Gartenbaustudium verschlug es mich dann 1989 mitsamt meiner Bienenvölker nach Hannover. Inzwischen sind es mehr als 20 Völker an mehreren Standorten und in unterschiedlichen Behausungen. Seit Anfang der Neunziger Jahre biete ich hier schon Kurse und kleinere Veranstaltungen für Laien und Imker in Hannover an. 1993 legte ich im Bieneninstitut Celle die Prüfung zum Imkermeister ab.

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